Endodontie

Das Gebiet der Endodontie beschreibt einen hochspezialisierten Teilbereich der Zahnmedizin, der sich primär mit Erkrankungen des Zahnmarkes (Pulpa) beschäftigt. Jeder Zahn ist aus verschiedenen Schichten aufgebaut: Außen befindet sich der Zahnschmelz, darunter das Zahnbein und im Inneren das Zahnmark. Das Zahnmark besteht aus Blutgefäßen, Nervenfasern und Bindegewebe, die im Zahninneren durch Wurzelkanäle bis zur Wurzelspitze verlaufen. Das Hauptziel einer endodontischen Behandlung ist der Erhalt eines erkrankten Zahnes. Die häufigste Behandlung auf diesem Gebiet ist die Wurzelbehandlung.

 

Was ist die Ursache für eine Entzündung des Zahnmarkes?

Häufig ist ein tiefer Kariesbefall ursächlich für eine erkrankte Zahnwurzel, jedoch können gelegentlich auch Unfälle oder schief gewachsene Weisheitszähne eine Wurzelentzündung auslösen. Wird die Entzündung nicht frühzeitig behandelt, können sich die Kariesbakterien durch das Zahnmark bis hin zum Zahnnerv ausbreiten. Langfristig gesehen kann es zum Absterben des Zahnnervs kommen, was eine Wurzelbehandlung unumgänglich macht. Die Einleitung zeitnaher therapeutischer Maßnahmen ist essentiell, um eine Ausbreitung der Entzündung bis zum Kieferknochen zu verhindern, was Auswirkungen auf das Wohlergehen des gesamten Körpers haben kann.

 

Welche Symptome deuten auf eine Wurzelentzündung hin?

In der Regel deuten Symptome wie starke Zahnschmerzen darauf hin, dass der Zahnnerv entzündet oder im Begriff ist abzusterben. Zudem kann der Zahn auch sehr druck-, hitze- oder kälteempfindlich sein oder unangenehm pochen. In seltenen Fällen kann das Absterben eines Zahnnervs auch schmerzlos verlaufen. Sollten Sie den Verdacht auf eine Wurzelentzündung hegen oder aber bereits unter konkreten Symptomen leiden, so zögern Sie bitte nicht uns sofort in unserer Zahnarztpraxis in Hamburg-Wilhelmsburg zu kontaktieren. Wir können eine Wurzelentzündung feststellen und zeitnah therapeutische Maßnahmen einleiten.

 

Wie läuft eine Wurzelbehandlung ab?

Die Wurzelbehandlung wird unter lokaler Betäubung durchgeführt. Zuerst wird die Mundhöhle mithilfe eines Kofferdarms abgedeckt, um ein erneutes Eindringen von Bakterien in den Zahn zu verhindern. Anschließend wird der betroffene Zahn über die Kaufläche eröffnet und das entzündete Pulpagewebe entfernt. Jeder Zahn verfügt über unterschiedlich viele Wurzelkanäle, die sichtbar gemacht und geöffnet werden müssen, um gewährleisten zu können, dass das infizierte Gewebe vollständig entfernt wird. Unter Zuhilfenahme feiner und sehr flexibler Instrumente werden die Kanäle von der Wurzelspitze an sorgfältig gereinigt. Nach erfolgreicher Reinigung und Desinfektion wird der Wurzelkanal mit einer biokompatiblen Füllung dicht verschlossen, um so ein erneutes Eindringen von Bakterien zu vorzubeugen. Abschließend wird der Zahn wieder mit einer Füllung oder aber einer Krone verschlossen. In manchen Fällen klingt die Entzündung des Zahnmarks trotz einer Wurzelbehandlung nicht ab, weshalb als letzte zahnerhaltende Maßnahme eine Wurzelspitzenresektion erforderlich ist.
Sollten Sie noch weitere Fragen haben oder aber einen Termin vereinbaren wollen, so können uns jederzeit in der Zahnarztpraxis Gesterling in Hamburg-Wilhelmsburg kontaktieren.